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F3AX Wettbewerb Juli 1981 Kleeberg Trophy Rückblick

Eingereicht
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Wie auch schon im Jahr 1980, veranstaltete der MFC Lemgo wieder einen Kunstflugwettbewerb für Großflugmodelle. Der Wettbewerb fand auf dem vereinseigenen Gelände, dem Kleeberg, statt, der im landschaftlich schönen Lipperland liegt und dort mit ca. 36o m fast die höchste Erhebung bildet.

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Siegfried Hanke, der Organisator und Sportleiter dieses Wettbewerbs hatte alles fest im Griff.

Nachdem im letzten Jahr der Wettbewerb buchstäblich verregnete, denn es regnete und stürmte so stark, daß unter erschwerten Bedingungen lediglich 2 Durchgänge geflogen werden konnten, war uns in diesem Jahr der Wettergott etwas gnädiger.

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Klaus Dettmer und Günther Metterhausen beim Anmeldeprozedere

Zu Wettbewerbsbeginn fielen zwar auch ein paar Regentropfen, jedoch konnte nach dem etwas ausgiebigen Briefing, bei relativ ruhigem Vetter die Fliegerei beginnen.

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Helmut Huep startet seine Yak 50

 

In der Klasse A hatten sich l0 Teilnehmer und in der Klasse B leider nur 3 Teilnehmer gemeldet.

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Ulrich Richter`s Laser 200

Als bereits schon am Sonntagmittag die ersten drei Durchgänge in jeder Klasse reibungslos abgeschlossen waren, wurde mit Einverständnis aller Piloten ein weiterer Durchgang geflogen. Von diesen vier Durchgängen wurde lediglich einer gestrichen, so daß nicht nur die Piloten eine Chance mehr hatten sich zu verbessern, sondern auch ein massiv untermauertes Gesamtergebnis entstand.

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Tobias Schulz mit seiner Zlin 226 AS

Bei dem hier in Lemgo geflogenen Programm handelt es sich um ein sogenanntes Versuchsprogramm, daß in Zusammenarbeit mit Günther Hoppe und einigen Vereinsmitgliedern erstellt wurde. Günther Hoppe hat durch die mehrfache Teilnahme am Tournament of Champions in Las Vegas schon beachtliche Erfahrungen in dieser Klasse sammeln können.

 

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Klaus Dettmer bei den Startvorbereitungen seiner Super Klemm Akrobat Spezial, assistiert von Günther Metterhausen

 

Im A-Programm sind 26 verschiedene Figuren enthalten (s. Figurenbeschreibung), die in ununterbrochener Reihenfolge Befolgen werden sollen. Dabei kann man das Programm in Haupt- und Nebenfiguren aufteilen.

 

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Dieter Stukenbrock hat ein Problem

 

 

Die Hauptfiguren sollen mitten vor den Punktrichtern platziert werden und haben auch meist einen höheren Schwierigkeitsgrad, der durch die Faktoren 2 und 3 unterstrichen wird. Dagegen bilden die Nebenfiguren Wendefiguren, die meist einfacher zu fliegen sind und nicht so einen hohen Wertungsfaktor haben.

 

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Auch Bernd Seyer musste basteln

 

B-Programm

Im B-Programm werden l0 vom Piloten selbst zu wählende Figuren geflogen. Dieses B-Programm soll allen interessierten Piloten einen leichteren Einstieg in diese Klasse schaffen.

 

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Dieter Stukenbrock`s 2 Flugzeuge. Seine Ersatzmaschine CAP20 und dahinter seine Yak 50

 

 

Es soll auch die Piloten ansprechen, die ein durch Konstruktion oder Bauart schwieriger zu fliegendes Modell haben. Um den Piloten die Auswahl der Figuren zu erleichtern, wurden die Wertungsfaktoren für das B-Programm alle auf 1 gesetzt, so daß jeder Figuren. aussuchen konnte, die seinem Modell und Flugkünsten entsprechen.

Als schwierigste Figur des gesamten Programmes erschien scheinbar die „gerissene Rolle 45 Grad abwärts“. Die „kleineren“ Modelle (ca. 2 bis 2,1 m Spannweite) rissen. zwar sauber ab, waren aber schwieriger abzufangen, so daß sie meist bis zu einer 1/2 Rolle überdrehten.

 

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Peter Uhlig mit seiner Zlin 50 L

 

Bei der großen Modellscala (ca. 2,4 m Spannweite), war das Abreissen zwar nicht so elegant, sind aber dagegen wesentlich besser abzufangen.

 

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Der unvergessliche Klaus Dettmer

 

 

Einige Piloten versuchten das Problem etwas zu umgehen, indem sie zu Beginn der Figur das Modell durch starkes Anziehen abbremsen und dann praktisch eine Trudelbewegung machen, die dann auch voll beherrschbar ist. Viele Piloten tuen sich auch noch schwer mit dem Fliegen der Figuren in ununterbrochener Reihenfolge. Sie gestalten zwischen den Figuren noch zu lange Geradeaus-Flüge, so daß die Wendefiguren schon relativ weit entfernt platziert werden und für Pilot und auch Punktrichter nicht mehr genau genug zu beobachten sind.

 

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Es war auch Party. Von links nach Rechts: Günter Hoppe, Peter Uhlig, Klaus Dettmer, Dieter Hornig

 

 

Bewertet wurde das Programm van 5 erfahrenen Punktrichtern, die auch zum größten Teil schon im letzten Jahr Erfahrungen für dieses Programm gesammelt haben. Von den 5 Wertungen jeder Figur wurde jeweils die höchste und niedrigste gestrichen. Die verbleibenden 3 Wertungen wurden mit dem entsprechenden Wertungsfaktor multipliziert und aufaddiert.. Das Ergebnis wurde dann durch 3 dividiert.

Dieses Verfahren der Auswertung gewährleistet eine optimale Ergebnisbildung und gleicht evtl. auftretende Fehlwertungen aus.

 

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Eine wunderschöne Cranfield

 

Jeder der 5 Punktrichter erhielt bei diesem Flugprogramm einen Beisitzer, der in erster Linie die Wertungen zu notieren hatte und auch dem Punktrichter die Figuren ansagt. Dieser Beisitzer ist erforderlich, da die Figuren, bedingt durch das Programm, so schnell hintereinander folgen, daß der Punktrichter das Modell immer beobachten muss und somit keine Zeit zum schreiben mehr hat.

Dieses Wertungsverfahren hatte sich schon im letzten Jahr als gut erwiesen und konnte auch in diesem Jahr für zukünftige Wettbewerbe bestätigt werden.

 

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Classicpattern Editor in Aktion, ja das bin ich, der in der Mitte sitzende Punktrichter…

 

Bei denen auf diesem Wettbewerb geflogenen Modellen handelt es sich in allen Fällen um Nachbauten von Original-Kunstflugmaschinen. Einige Nachbauten von den Kunstflugmaschinen könnte man schon den Semi-Scale Modellen und evtl. die „Pitts Spezial S 1 – S“ schon den Scale-Modellen zuordnen. Bei den Antrieben zu diesen Modellen bietet die Industrie scheinbar noch keine Standard-Variante, die problemlos zu beherrschen sind, wie die heute lieferbaren 10 bzw. 15 cm3 Motoren.

 

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In den ‚kleinen“ Modellen (ca. 2 m Spannweite) wurden über-wiegend die problemlosen 15 cm3 Motoren geflogen. Bei den größeren Modellen wurden Getriebemotoren mit 2×10 cm3 Motoren und Benzinmotoren. Dabei verfügen die Getriebemotoren über hohe Leistung und zeigen zuweilen schon fast Kraftüberschuß. Ihr Hauptnachteil besteht darin, da- die in diesen Getrieben verwendeten Motoren bis zu 1400 1/min drehen und somit die Zahnräder schon an zu Pfeifen fangen und ein nicht zum Flugbild passendes Geräusch von sich geben.

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Die Benzinmotoren dagegen zeigen sich in der Serienversion noch recht schwach. Ihr Geräuschpegel ist angenehmer undhält sich bei der Verwendung von wirksamen Schalldämpfern auch von der Lautstärke her in Grenzen.

 

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Günther Metterhausen ist busy

 

Die beste Kombinationslösung von Motor und Modell waren bei D. Altenkirch und G. Reinsch zu sehen. D. Altenkirch verwendete einen Quadra-Motor mit einem selbst entwickeltem Resonanzrohr.

 

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Toni Clark und Gerhard Reinsch mit Ihrer Pitts

 

Dieser Antrieb zog das relativ leichte Modell kraftvoll und problemlos durch die Figuren. G. Reinsch verwendete einen Quadra mit Original-Resonanzrohr. (Lieferbar durch Praktical-Scale)

 

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Auch dieses Antriebsaggregat war gut auf das Modell abgestimmt und zog es kraftvoll durch die Figuren.

Die Organisation und der Ablauf des Wettbewerbes, nicht zu vergessen die gute Bewirtung, fand bei den Piloten und Gästen außerordentlich guten Anklang. Das Freibier, welches man am Samstagabend beim Grillen ausschenkte, wurde mit Begeisterung aufgenommen und war recht bald leer.

 

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Die Damen des MFC waren sehr wichtig! Hier Jutta Metterhausen im Einsatz

 

Am Interesse bzw. durch die Fragestellungen der Zuschauer war deutlich zu erkennen, daß es sich zum überwiegenden Teil um Fachpublikum handelte. Die Faszination ging soweit, daß sich einige Zuschauer nach den Herstellern der Modelle erkundigten und sich bereits für den im nächsten Jahr stattfindenden Wettbewerb anmelden wollten.

 

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Die Punktrichter waren sehr beschäftigt, hier punktet Klaus Dettmer das B-Programm

 

Sieger des diesjährigen Wettbewerbes wurde – wie im vergangenen Jahr – Günter Hoppe. Die Plätze 2. und 3. Wurden von D. Altenkirch und K. Dettmer belegt. In der Klasse B. gewann G. Reinsch gefolgt von B. Seyer und U. Richter.

 

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Die beiden wunderschönen Cap 20 L200 der Wolfsburger Dietrich Altenkirch und Bernd Seyer

 

 

Ausgeflogen wurde ein Wanderpokal und jeweils Pokale für die drei Besten der einzelnen Klassen. Alle anderen Teilnehmer erhielten als Anerkennung ein Glas mit der Aufschrift des MFC-Lemgo.

 

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Günter Hoppe mit seiner Cap 21

 

 

Die Pokale wurden von dem Veranstalter der Tournament of Champions, Dem Besitzer der Circus-Circus-Hotels in Las Vegas gestiftet. Leider konnten diese bereits schon in Frankfurt befindlichen Pokale bis zur Siegerehrung am Sonntag noch nicht herbeigeschafft werden.

 

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Die wunderschöne Super Klemm Akrobat Spezial von Klaus Dettmer

 

Schon seit dem ersten Gedanken, einen solchen Wettbewerb zu veranstalten, bestand das Problem für diese Veranstaltung den richtigen bzw. treffenden Namen zu finden. Dadurch, das jetzt kurzfristig eine Angabe für die Signierung der Pokale aus Las Vegas gemeldet werden sollte, und auch eine Beziehung zwischen der Veranstaltung dort und der in Lemgo bestehen sollte, entschied man sich für „Kleeberg Trophy“.

 

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Gruppenbild

Für die nächsten Jahre ist ein weiteres Ausfliegen dieser „Kleeberg Trophy“ (des Wanderpokals, geplant, welches 2ür Piloten und Zuschauer bestimmt interessant sein wird.

Text und Fotos von Klaus Dettmer

Recht herzlichen Dank an Klaus Schwester Elke Dettmer die uns Klaus Fotonachlass zur Verfügung gestellt hat.

Teilnehmer Gruppe A

Platz Pilot Punkte Flugzeug Spannweite Gewicht Motor
1 G. Hoppe 1319 CAP 21 240 cm 8,1 kg 2x Webra 61
2 D. Altenkirch 1196 CAP 20 L200 230 cm 7,6 kg Quadra
3 K. Dettmer 1174 Super Klemm 208 cm 5,3 kg OS Max 91
4 G.Metterhausen 1169 Cranfield A1 200 cm 5,2 kg Webra 91
5 D.Stukenbrock 1118 YAK 50 220 cm 8,0 kg Webra Bully
6 T.Schulz 1102 Zlin 226 AS 218 cm 5,4 kg Webra 91
7 R.Heckers 1017 Cranfield A1 200 cm 5,3 kg Webra 91
8 H.Huep 1013 YAK 50 238 cm 8,5 kg 2 x OS 60
9 P.Uhlig 1008 Zlin 50L 213 cm 6,0 kg Webra 91
10 E.Kattelman 0 Cranfield A1 200 cm 5,0 kg Rossi 61

Teilnehmer Gruppe B

Platz Pilot Punkte Flugzeug Spannweite Gewicht Motor
G.Reinsch 133 Pitts Special S1 172,5 cm 8,5 kg Quadra
B.Seyer 129 CAP 20 L200 230 cm 8,0 kg Quadra
U.Richter 126 Laser 200 201 cm 6,0 kg Quadra

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