Heute stelle ich Euch das Kunstflugmodell des Deutschen Meisters F3A Kunstflug 1972 Wolfgang Kosche vor. Das Flugmodell hies ‚KOGI‘. KOGI bedeutet ‚Kosche-Gilik‘. Die Abkürzungen von Wolfgang Kosche und Erich Gilik.
Ende der Sechziger war in Deutschland der F3A Kunstflugsport sehr beliebt, es gab einige hervorragende Kunstflugpiloten, speziell München im Klub ‚Helmut Kermeß‘ war die Hochburg des Modellkunstflugs in Deutschland. Rund um Hans Schumacher (Hersteller der Graupner Bellaphon) scharten sich die bayerischen Kunstflugbegeisterten.

Karl Blauhorn, Harald Neckar, Wolfgang Kosche, Peter Holzapfel, Robert Kaufmann waren die damaligen Münchner Kunstflughelden.

Wolfgang Kosche war damals einer der besten Piloten Deutschlands. Bei seinen ersten Wettbewerben flog er hauptsächlich die Charly Serie (Charly 13 und Charly 14) von Karl Blauhorn.

Nachdem er 1972 als bester Deutscher Kunstflugpilot für die Kunstflugweltmeisterschaft Gorizia in Italien nominiert war, musste eine eigene Konstruktion einer Kunstflugmaschine her.
Er schloss sich mit seinem Rosenheimer Freund Erich Gilik zusammen. Gemeinsam konstruierten und bauten Sie das Kunstflugmodell KOGI.

Erich war damals seiner Zeit weit voraus. Ein brillanter Modellbauer, von Beruf Autolackiermeister. Sein damaliges technisches Wissen zum Thema Glasfaser war zu dieser Zeit phänomenal, ganz zu schweigen von seinen Lackierkünsten.

In den darauffolgenden Jahren war er der Lackierer von Günter Hoppes, Harald Neckars und Werner Schweikers Flugmodellen.

Seine Lackierungen waren schlichtweg Weltklasse! Beinahe so gut wie die Lackierungen der damaligen japanischen Toppiloten.
Doch zurück zu Wolfgang Kosche. Als damaliger amtierender deutscher Meister wurde er von Hans Graupner tatkräftig unterstützt, die Firma Graupner Modellbau stellte Ihm für die WM Teilnahme eine Varioprop Fernsteuerung der neusten Generation und einen HB61 Zweitaktmotor zur Verfügung.

Wolfgang erflog mit seinem KOGI bei der Weltmeisterschaft einen hervorragenden 18. Platz im Gesamtklassement.

Bei unseren Recherchen zu Erich Gilik fand ich vor ein paar Jahren durch Zufall die Original Form des KOGIs.

Bei der weiteren Recherche zum KOGI entdeckte ich 2 KOGI`s von Wolfgang Kosche. Einen in Rot lackierten sowie den gelben Original Kogi der Gorizia Weltmeisterschaft.
Der rote Kogi steht heute in Urs Leodolters Museum in der Schweiz, der gelbe WM Kogi ist noch in meinem Besitz.

Technische Daten:
Spannweite 1,62 Meter
Rumpflänge 1,38 Meter
Fluggewicht 3,6 kg

Nachdem ich auch im Besitz der GFK-Formen bin, bin ich mir sicher irgendwann einen Elektro KOGI auf einem Retro Meeting vorstellen zu können.
Fotos: Erich Gilik, Johanna Huang


Hier mein original Weltmeisterschafts KOGI












