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Wolfgang Kosches Kogi

Heute stelle ich Euch das Kunstflugmodell des Deutschen Meisters F3A Kunstflug 1972 Wolfgang Kosche vor. Das Flugmodell hies ‚KOGI‘. KOGI bedeutet ‚Kosche-Gilik‘. Die Abkürzungen von Wolfgang Kosche und Erich Gilik.

Ende der Sechziger war in Deutschland der F3A Kunstflugsport sehr beliebt, es gab einige hervorragende Kunstflugpiloten, speziell München im Klub ‚Helmut Kermeß‘ war die Hochburg des Modellkunstflugs in Deutschland. Rund um Hans Schumacher (Hersteller der Graupner Bellaphon) scharten sich die bayerischen Kunstflugbegeisterten.

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Der stolze Erbauer Erich Gilik. Noch ein Wort zu ihm: Erich ist schon lange verstorben. Seine Erben überliesen mir 2015 sein komplettes Fotoarchiv. Dies war die Geburtsstunde von Classicpattern.com. DANKE!

Karl Blauhorn, Harald Neckar, Wolfgang Kosche, Peter Holzapfel, Robert Kaufmann waren die damaligen Münchner Kunstflughelden.

 

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Teil des deutschen Nationalteams in Gorizia (Wolfgang Kosche, Franz Mayr, Rudi Eiff)

 

Wolfgang Kosche war damals einer der besten Piloten Deutschlands. Bei seinen ersten Wettbewerben flog er hauptsächlich die Charly Serie (Charly 13 und Charly 14) von Karl Blauhorn.

 

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Noch ein KOGI

 

Nachdem er 1972 als bester Deutscher Kunstflugpilot für die Kunstflugweltmeisterschaft Gorizia in Italien nominiert war, musste eine eigene Konstruktion einer Kunstflugmaschine her.

 

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Er schloss sich mit seinem Rosenheimer Freund Erich Gilik zusammen. Gemeinsam konstruierten und bauten Sie das Kunstflugmodell KOGI.

 

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Auch ein KOGI. Früh übt sich was ein Meister werden will.

 

Erich war damals seiner Zeit weit voraus. Ein brillanter Modellbauer, von Beruf Autolackiermeister. Sein damaliges technisches Wissen zum Thema Glasfaser war zu dieser Zeit phänomenal, ganz zu schweigen von seinen Lackierkünsten.

 

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Erich Gilik mit KOGI

In den darauffolgenden Jahren war er der Lackierer von Günter Hoppes, Harald Neckars und Werner Schweikers Flugmodellen.

 

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Erich Gilik mit einem seiner KOGIs neben Michael Ramel mit seiner Curare (ehemaliger CIAM Vorsitzender F3A der FAI), Vorgänger von Peter Uhlig

Seine Lackierungen waren schlichtweg Weltklasse! Beinahe so gut wie die Lackierungen der damaligen japanischen Toppiloten.

Doch zurück zu Wolfgang Kosche. Als damaliger amtierender deutscher Meister wurde  er von Hans Graupner tatkräftig unterstützt, die Firma Graupner Modellbau stellte Ihm für die WM Teilnahme eine Varioprop Fernsteuerung der neusten Generation und einen HB61 Zweitaktmotor zur Verfügung.

 

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Wolfgang Kosche bei der Startvorbereitung des Wertungsflugs

 

Wolfgang erflog mit seinem KOGI bei der Weltmeisterschaft einen hervorragenden 18. Platz im Gesamtklassement.

 

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Der 2. WM KOGI

 

Bei unseren Recherchen zu Erich Gilik fand ich vor  ein paar Jahren durch Zufall die Original Form des KOGIs.

 

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Mein KOGI, aufgenommen im Abstellraum in Gorizia 1973

 

Bei der weiteren Recherche zum KOGI entdeckte ich 2 KOGI`s von Wolfgang Kosche. Einen in Rot lackierten sowie den gelben Original Kogi der Gorizia Weltmeisterschaft.

 

Franz Mayr, einer der zukünftigen deutschen Toppiloten (F3A und TOC Pilot), hier in der Funktion als Schmiermaxe

 

Der rote Kogi steht heute in Urs Leodolters Museum in der Schweiz, der gelbe WM Kogi ist noch in meinem Besitz.

 

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Gedruckt im Graupner Neuheitenprospekt 1973

Technische Daten:
Spannweite 1,62 Meter
Rumpflänge 1,38 Meter
Fluggewicht 3,6 kg

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Wolfgang Kosche einige Jahre später beim Militky Cup in Pfäffikon / Schweiz

 

Nachdem ich auch im Besitz der GFK-Formen bin, bin ich mir sicher irgendwann einen Elektro KOGI auf einem Retro Meeting vorstellen zu können.

Fotos: Erich Gilik, Johanna Huang

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Die original KOGI Form
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Hier die Formen, mittlerweile 54 Jahre alt

Hier mein original Weltmeisterschafts KOGI

 

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Auf der Tragfläche der Original FAI Aufkleber als WM Modell
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Meine beiden originalen WM Modelle der Gorizia Weltmeisterschaft: Mephisto (Platz 4), KOGI (Platz 18)

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