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Günter Hoppe’s Sultan 5

Günter Hoppe war 1977 für seine 2. F3A Weltmeisterschaft in Springfield qualifiziert. Dazu benötigte er eine neue Wettkampfmaschine. Gesagt, getan, gemeinsam mit seinem Kumpel. Als Basis dienten seine bis dahin eingesetzten Sultan Kunstflugmodelle. Sie bauten ein Urmodell und stellten anschließend eine Form her.

Hier noch ein wenig Entstehungsgeschichte, erzählt von Günter:

Der Urvater der Hoppe Sultans war der Mustang. Das war Günters erste Eigenkonstruktion im Jahre 1965. Damit trat er zum ersten mal 1967 auf der deutschen Meisterschaft an.

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Der erste Ideengeber für den Sultan, Günter Hoppe’s erste Konstruktion aus 1965 ‚Mustang‘

Der Mustang gefiel Günter nicht so sehr, er machte sich an die Arbeit und konstruierte ein neues Flugmodell, er nannte es ‚Sultan‘.

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Günter Hoppe mit seinem ‚Sultan 1‘ während der deutschen Meisterschaft 1969 in Kehl, damals noch mit Webra 61 Blackhead

Der Sultan wurde immer weiter entwickelt. Für die WM 1973 baute er den Nachfolger, das Modell wurde allerdings nicht auf der WM eingesetzt, da Günter Hoppe lediglich als Ersatzmann bei dieser WM nominiert war.

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Günter Hoppe’s Weiterentwicklung ‚Sultan 3‘ 1973 bei der F3A Weltmeisterschaft in Gorizia

Für die Weltmeisterschaft1975 in Bern baute er den weiterentwickelten ‚Sultan 3‘: Auf Anhieb belegte er bei dieser WM in Endklassement den hervorragenden 10. Platz.

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Günter Hoppe und Günter Metterhausen 1975 mit Sultan 5

Danach wurde er zur F3A Weltmeisterschaft 1977 nominiert, er musste seinen Sultan nochmals modernisieren.

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Die ersten Testflüge 1977 des neuen ‚Sultan 5‘

Er entschied sich für einen GFK-Rumpf.

Er baute mit Günther Metterhausen ein neues Urmodell und die dazugehörigen GFK Formen. Rechtzeitig zur Saison war er fertig. Der Neue soll ‚Sultan 5‘ heißen. Im Gegensatz zum Sultan 3 hatte der neue Flieger ein Höhenleitwerk aus Styropor und  war balsabeplankt.

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Sultan 5 1977

Anfänglich stellte Günter Hoppe selbst für gute Freunde Rümpfe des Flugzeugs her. Günter stand allerdings voll im Berufsleben, somit konnte er nicht alle ‚Rumpfwünsche‘ befriedigen. Deshalb übernahm sein Kumpel die Herstellung und den Vertrieb.

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Die deutsche Nationalmannschaft 1977 in Springfield: Harald Neckar mit Manitu, Günter Hoppe und Günther Metterhausen mit ihren ‚Sultan 5‘

Günhter Metterhausen stellte auch dazugehörige Styropor-Tragflächen und Leitwerke her.

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Günter’s  ‚Acapulco Sultan 5‘,  im Rumpf eingelassenes Resonanzrohr

Seit einigen Jahren ist Günther Metterhausen im wohlverdienten Ruhestand und gab die Herstellung der Bausätze  an Peter Adolfs (PAF Flugmodellbau) ab. Die Bausätze sind bis zum heutigen Tag bei PAF erhältlich. Nunmehr seit 50 Jahren gibt es den ‚Sultan 5‘.

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Achim Wustrau’s Sultan

Heutzutage statten immer  mehr Piloten ihre ‚Sultans‘ mit Elektroantrieb aus.

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Erich Däubler’s ‚Hydro Sultan 5‘

Technische Daten:

Spannweite: 1,62 Meter
Rumpflänge: 1,5 Meter
Antrieb: Verbrenner oder Elektroantrieb
Fluggewicht: 3 – 4kg
(je nach Motorisierung)

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Erich Däublers ‚Hydro Sultan 5‘
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Sultan 5, gesehen bei den Retrodays in Pfäffikon
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Sultan 5 von Markus Hauser, gesehen bei den Retrodays in Pfäffikon

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Sultan 5, gesehen bei den Retrodays in Pfäffikon

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Luca Falivena mit seinem Sultan 5

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